Kategorie-Archiv: Aktuelles

Frühlingsfest

 21.05.2016  14:00 – 21:00 Uhr

Auch in diesem Jahr feiern wir wieder das Frühlingsfest im Ermekeilgarten.

… mit den Bands, die ihr mögt

Musik
- Änderungen vorbehalten -

… beglückenden Gaumenfreuden

 Ermekeilskaserne Frühlingsfest

  • Nepalesische Momos, frisch vor Ort gemacht!
  • Nisha’s Wokmobil
  • Best-of Cohousing-Kochen & -Backen
  • Schwarzem Gold von der Black Coffee Pharmacy
  • Goldenem Hopfen vom Südbahnhof

 … und Liebe für die nicht so perfekten Dinge im LebenDSCF7055

  • Repair Café
  • Nähcafé
  • Fahrradreparaturen

 

 

Wer sich beteiligen möchte, melde sich bitte unter: zwischennutzung@ermekeilkarree.de . Wir freuen uns über jedes Engagement!

Es gibt viele Möglichkeiten, zum Fest beizutragen – ihr könntet z.B:

  • eure Kochkünste in Spenden fürs Buffet einbringen,
  • besondere Fertigkeiten in einer Aktion für Kinder und/oder Erwachsene weitergeben,
  • Fotos oder Videos machen oder
  • einen schönen Bericht vom Fest schreiben und uns zur Verfügung stellen,
  • oder einfach beim Auf- und Abbau am Freitag (14-22Uhr), Samstag (8-14 Uhr) und Sonntag (10-18 Uhr) mit anpacken.

Saatgutfestival lockt über 1.000 Besucher an

“Durch Essen schaffen wir Landschaften“, sagte Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland zur Eröffnung des 3. Bonner Saatgutfestivals. „Und da draußen in den Kisten steht eine größere Pfanzenvielfalt als auf so manchem Feld“.

Schlange am Eingang

Ein buntes Programm und strahlendes Wetter sorgten für einen kontinuierlichen Besucherstrom. Wo sonst kann man auf einen Streich so vielfältiges und auch regionales Saatgut kaufen, alte Apfelsorten kosten, sich am Mitbringbuffet stärken oder Vorträgen zur Kunst des Tomatenziehens lauschen. Eingeladen hatten VEN, der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, die Ermekeilinitiative, Slow Food Bonn und Bonn-im-Wandel. Viele Initiativen und Gruppen machten das Fest zu einem bunten und kulinarischen Event, seien es die Kräuterspezialitäten aus dem Burggarten Blankenberg oder frisch gebrühter Kaffee vom Weltladen mit fairem Keks. Wer sich durch die vielen Stände, Vorträge und Workshops durchgearbeitet hatte, konnte aber auch einfach nur im Garten sitzen und sich mit Sonne und Flammkuchen verwöhnen lassen.

Wer die Saat hat, hat das Sagen

Das Nachzüchten und Tauschen von Saatgut hat auch eine politische Dimension, berichtete die Gärtnerin und Autorin Anja Banzhaf, bei ihrer Lesung. In den letzten 100 Jahren sind weltweit gut 75 Prozent aller Kulturpflanzen ausgestorben, in Europa sogar 90 Prozent. Weltweit kontrollieren neun Unternehmen zwischen 60 und 70 Prozent des globalen Saatgutmarktes.

Anja Banzhaf bei ihrer Lesung

In ihrem Buch „Saagtut – wer die Saat hat, hat das Sagen“ beschreibt sie, mit welchen Strategien Konzerne weltweit versuchen, die bäuerliche Saatguterzeugung zu kontrollieren und sogar zu unterdrücken. So geschehen in Kolumbien, als die Regierung den Verkauf von nicht staatlich zertifziertem Saatgut verboten hatte und das Saatgut der Bauern tonnenweise beschlagnahmte. Das Gesetz musste sie später zurücknehmen. Es gibt aber auch ermutigende Gegenbeispiele. Etwa in der nordgriechischen Stadt Komitini. Hier ziehen Schulkinder Tomatenpflanzen und verschenken sie während eines großen Stadtfestes. Über 50 Lehrer*innen beteiligen sich mittlerweile an dem Projekt. So eine Saatgutbörse ist also auch ein Stück Freiheit und Ernährungssouveränität.

Lokale Nahrungskreisläufe schließen

Nährstoffkreisläufe der SoLaWi Bonn

Über 50 Besucher*innen wollten auch wissen wie wir in Zukunft 10 Milliarden Menschen auf der Erde satt bekommen und sahen sich trotz des schönen Wetters den gleichnamigen Film „10 Milliarden“ von Valentin Thurn an. Bei seiner Suche nach den Zukunftvisionen von Unternehmen, Ökopionieren und Wissenschaftlern landete er schließlich auf dem Messdorfer Feld, bei der SoLaWi-Bonn. Auch hier versuchen Menschen, wieder mehr Verantwortung zu übernehmen und zwar nicht nur für ihr Essen sondern auch für die Landwirte, die es erzeugen. Ein Stockwerk höher erklärte Roberto Tinoco Ordóñez von der Bodengruppe der SoLaWi Bonn ein Projekt für das sein Herz besonders schlägt: Es geht darum die Nährstoffkreisläufe wieder zu schließen, vom Feld in den Komposteimer und zurück und das natürlich mit dem Lastenradanhänger Bolle Bonn.

Die Ermekeilinitiatiatve: Nur wenig Raum in Sicht

Besucher im Sonnenschein

Mit dem Fest verabschiedete sich die Ermekeiliniative von ihren Räumlichkeiten, die sie leider nur wenige Jahre nutzen konnte. Dort wo Apfelsorten dufteten und Saatgutschätze getauscht wurden wird in Kürze das Bundesamt für Migration einziehen. Die Initiative wird sich nun auf die Baracke zurückziehen und hofft auf eine zweite Chance in einem Gebäude, das stillgelegt werden soll. Bis dahin gibt es vorerst keine rauschenden Saatgutfeste mehr auf dem Gelände. Die kleine Rheinländern und die schwarze Poppelsdorfer Sojabohne immerhin waren am Ende so gut wie ausverkauft.

Sophie, Tessa_Rundschau

Weltberühmt in Bonn

Der Garten steht in voller Pracht, in der Kaserne ist (vor allem für ein Gelände, das eigentlich leersteht!) immer viel Leben und das fällt anscheinend nicht nur uns auf: nachdem sich im Juni die Schnüss die Kaserne und ihr Potenzial ausführlich vorgenommen hatte, war vor zwei Wochen der Generalanzeiger im Garten zu Besuch und hat gleich ganzseitig berichtet (am 17. Juli), eine Woche später dann die Rundschau. Man könnte glatt eitel werden…

Was in aller Welt ist ein Köksje?

Unser Bohnenprojekt kommt in die Gänge! Hier die neue Wirkungsstätte von “Ahrweiler Köksje”, Passagier der SlowFood-Arche, “Forellenbohne“, “Napoleon”  und “Lengsdorfer Speck”  (aus dem Bonner Nutzpflanzengarten), und “Borlotti de Lamon“, eine alte italienische Lokalsorte. Die “Poppelsdorfer Schwarze”, eine Sojabohnenzüchtung des Instituts in Poppelsdorf, ist auch bereits eingezogen, die “Möschebonne” und die “Lannesdorfer” warten Fotonoch, daß eine Kiste frei wird. Jetzt sind wir gespannt: welche wächst gern in Kisten? Welche mag das Ermekeil-Mikroklima, blüht am schönsten, und vor allem: welche schmeckt am
leckersten? (… und nicht zu vergessen: was in aller Welt ist ein Köksje?)

Das war ein Fest – ein Frühlingsfest!

Am Samstag, dem 17. Mai haben wir unseren Garten offiziell eröffnet und zusammen mit über 500 Gästen das wunderschöne Wetter, den neuen Garten und uns selber gefeiert – was da innerhalb von nur 6 Monaten auf dem leerstehenden Gelände entstanden ist, ist einfach toll!

Es gab Livemusik von Bonner Musikern, einen CrossBoccia-Parcours, selbstgebackenen Kuchen, eine Schnippeldisko, Kaffee und Bier von den Wirten aus der Nachbarschaft, hunderte Setzlinge und ein schönes, vielfältiges Programm: so haben im Rahmen des Festes z.B. die erste Yoga- und Lindy Hop-Stunde in der Geschichte der Kaserne stattgefunden! Außerdem war viel Platz zum einfach so zusammensitzen, auf der Wiese liegen, Spielen und Tanzen.

Hier eine Collage mit Fotos von den Vorberitungen – die Ruhe vor dem Sturm…:

Ermelkeilkaserne-Frühlingsfest-Collage 17.5

Demnächst gibt es noch mehr Fotos vom Fest – wenn ihr welche gemacht habt, schickt sie uns auch gerne!

Es gab auch einen Artikel im Generalanzeiger.

Der Gartenplan ist da!

Für alle Gartenwütigen und Neugierigen: es gibt jetzt einenÜbersichtsplan vom Gartengelände, auf dem 100 Pflanzkisten und verschiedene andere Dinge, die zu so einem Garten gehören, hübsch verteilt sind. So soll der Garten bis zum Ende der Saison aussehen (aus der Heißluftballonperspektive):

Ermekeilkaserne_Garten-Bauplanzum Vergrößern auf das Bild klicken

Kommentare, Anregungen, Vorschläge sind willkommen! Bitte an garten@ermekeilkaserne-zivil.de .

Bisher haben wir 50 von den hier abgebildeten 100 Kisten und vier von 6 Bänken – wir bauen also fleißig weiter, das nächste Mal am 15.3.!

2. Bautag am 25. / 1. Planungstreffen am 26. Januar

Am 25. und 26. Januar war es wieder soweit, es kam Leben auf das Gelände: es wurde gehämmert, gesägt, geschraubt und somit insgesamt 13 neue Pflanzkisten für den geplanten urbanen Garten zusammengebaut. Damit kommt die Gartengruppe ihrem Ziel näher, pünktlich zum Start der Gartensession, an die 100 Pflanzkisten fertiggestellt zu haben. Außerdem wurden Ideen, Visionen und Vorgehensweisen gesammelt und durchdacht.

Diese zweitägige Doppelveranstalungt wurde von der Ermekeilgartengruppe organisiert und bestand aus einem Bauworkshop am Samstag und einem Planungsworkshop am Sonntag. Denn auch ein Gemeinschaftsgarten bedarf Planung. Es wurden Fragen behandelt wie: Wer darf alles ernten? Jeder Besucher oder nur diejenigen die auch gearbeitet haben? Wie lange hat der Garten am Tag geöffnet? Wie ist der Garten angelegt? Wie soll er aussehen?

Urban-Gardening für jedermann

Teilnehmen konnten alle Interessierten, darunter Gartenneulinge, erfahrene Hobbygärtner und Bastler. Junge und lebenserfahrene Menschen aus der Nachbarschaft, aber auch am Urban-gardening Interessierte aus anderen Stadtteilen waren gut vertreten. Genau diese Vielfalt und den allen gemeinsame Tatendrang lies auch diese 2.Veranstaltung der Garten“Truppe“ wieder zu einem interessanten und lustigen Wochenende werden.

Möglich gemacht wurde der Bauworkshop auch durch eine Pallettenspende einer Druckerei aus dem Bonner Umland, die den „Nachnutzungsgedanken“ für Einwegpaletten so interessant fand, dass sie auch für die nächsten Male Holzlieferungen zugesagt haben.

Die Reihe „Bauworkshop für den Ermekeilgarten“ wird fortgesetzt. Am 15. Februar geht es weiter und zwar von 11-16.30 Uhr in der Tiefgarage des Hauses 6. Dort kann mit gebaut und mit geplant werden.