Gartenkündigung zum 31.5.: wie wollen wir weitermachen?

Es gilt, Abschied und Bleiben zu feiern, zusammenzurücken und uns gleichzeitig vielleicht zu verbreiten! Nach dem Gespräch am Freitag mit der Bezirksregierung, BIMA, BAMF und dem Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Bonn ist unsere Komplettkündigung auf dem Gelände zwar zurückgenommen worden – aber nur für Haus 8 und den ehemaligen Brombeerstreifen zur Reuterstraße hin. Die Wiese und den Kistengarten müssen wir also leider wie gefordert räumen und auch der Stichtag bleibt weiterhin der 31.5. – das ist heute in 9 Tagen. Es soll einen neuen Zugang zu Haus 8 von der Reuterstraße her geben, der Weg führt dann durch die Lücke zwischen den Häusern und den gerodeten Brombeerstreifen.

Das Erstaufnahmezentrum, das in Haus 3, 4 und 7 ca. 800 Flüchtlinge jeweils kurzfristig beherbergen und dazu täglich mehrere hundert weitere Leute aus anderen Unterkünften in Bussen zu den BAMF-Büros in Haus 2 und 6 bringen soll, bringt deutlich mehr Betrieb auf das Gelände und braucht viel Platz.

Wir haben bisher versucht, uns dem Bedarf anzupassen und gleichzeitig den Garten, so weit es ging, in seiner ursprünglichen Form zu erhalten. Das geht jetzt nicht mehr, aber es gibt verschiedene Optionen, wie und wo wir weitergärtnern können. Jetzt müssen wir überlegen, welche davon wir verfolgen wollen (es ist kein entweder-oder).

Am kommenden Donnerstag treffen wir uns um 10 Uhr im Garten, um das weitere Vorgehen zu planen und auch gleich zu beschließen und wenn möglich, Teile davon umzusetzen.Wer am Donnerstag nicht dabei sein kann, melde sich bitte bis dahin unter garten@ermekeilkarree.de !

Frühlingsfest

 21.05.2016  14:00 – 21:00 Uhr

Auch in diesem Jahr feiern wir wieder das Frühlingsfest im Ermekeilgarten.

… mit den Bands, die ihr mögt

Musik
- Änderungen vorbehalten -

… beglückenden Gaumenfreuden

 Ermekeilskaserne Frühlingsfest

  • Nepalesische Momos, frisch vor Ort gemacht!
  • Nisha’s Wokmobil
  • Best-of Cohousing-Kochen & -Backen
  • Schwarzem Gold von der Black Coffee Pharmacy
  • Goldenem Hopfen vom Südbahnhof

 … und Liebe für die nicht so perfekten Dinge im LebenDSCF7055

  • Repair Café
  • Nähcafé
  • Fahrradreparaturen

 

 

Wer sich beteiligen möchte, melde sich bitte unter: zwischennutzung@ermekeilkarree.de . Wir freuen uns über jedes Engagement!

Es gibt viele Möglichkeiten, zum Fest beizutragen – ihr könntet z.B:

  • eure Kochkünste in Spenden fürs Buffet einbringen,
  • besondere Fertigkeiten in einer Aktion für Kinder und/oder Erwachsene weitergeben,
  • Fotos oder Videos machen oder
  • einen schönen Bericht vom Fest schreiben und uns zur Verfügung stellen,
  • oder einfach beim Auf- und Abbau am Freitag (14-22Uhr), Samstag (8-14 Uhr) und Sonntag (10-18 Uhr) mit anpacken.

Internationale Freiwillige besuchen Ermekeilgarten

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Die jungen BesucherInnen aus Bosnien, Nicaragua und Uganda verbrachten insgesamt 12 Monate in Deutschland und erkundeten in der letzten Woche vor ihrer Rückreise den Ermekeilgarten in Bonn, um das Wirken des Vereins “Ermekeilinitiative” durch z.B. das urbane Gartenprojekt und die Bedeutung für die Zivilgesellschaft vor Ort kennen zu lernen.

Im Rahmen der s.g. Süd-Nord-Komponente des Förderprogramms ‘weltwärts‘, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), leisteten die 10 Teilnehmenden einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen (u.a. auch in Bonn). Die in der friedens- und entwicklungspolitschen Szene bekannte Organisation EIRENE in Neuwied organisiert als Träger seit fast 60 Jahren internationale Freiwilligendienste und engagiert sich nun dafür, dass nicht nur junge deutsche Frauen und Männer für einen Freiwilligendienst ins Ausland gehen können, sondern das auch junge Menschen aus dem Ausland, insbesondere aus dem s.g. Globalen Süden, zu uns nach Deutschland kommen können, um an einem solchen Lerndienst teilzunehmen. Die Vision ist eine gerechtere Welt im Bezug auf Lern- und Reisechancen.

Die Organisation EIRENE sucht regelmäßig potentielle Einsatzstellen/Kooperationspartner und Gastfamilien im Rheinland, wo sich zukünftige Freiwillige engagieren und wo sie wohnen können. Ansprechpartnerin ist Martina Luis (luis@eirene.org / 02631/8379-28)

Saatgutfestival lockt über 1.000 Besucher an

“Durch Essen schaffen wir Landschaften“, sagte Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland zur Eröffnung des 3. Bonner Saatgutfestivals. „Und da draußen in den Kisten steht eine größere Pfanzenvielfalt als auf so manchem Feld“.

Schlange am Eingang

Ein buntes Programm und strahlendes Wetter sorgten für einen kontinuierlichen Besucherstrom. Wo sonst kann man auf einen Streich so vielfältiges und auch regionales Saatgut kaufen, alte Apfelsorten kosten, sich am Mitbringbuffet stärken oder Vorträgen zur Kunst des Tomatenziehens lauschen. Eingeladen hatten VEN, der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, die Ermekeilinitiative, Slow Food Bonn und Bonn-im-Wandel. Viele Initiativen und Gruppen machten das Fest zu einem bunten und kulinarischen Event, seien es die Kräuterspezialitäten aus dem Burggarten Blankenberg oder frisch gebrühter Kaffee vom Weltladen mit fairem Keks. Wer sich durch die vielen Stände, Vorträge und Workshops durchgearbeitet hatte, konnte aber auch einfach nur im Garten sitzen und sich mit Sonne und Flammkuchen verwöhnen lassen.

Wer die Saat hat, hat das Sagen

Das Nachzüchten und Tauschen von Saatgut hat auch eine politische Dimension, berichtete die Gärtnerin und Autorin Anja Banzhaf, bei ihrer Lesung. In den letzten 100 Jahren sind weltweit gut 75 Prozent aller Kulturpflanzen ausgestorben, in Europa sogar 90 Prozent. Weltweit kontrollieren neun Unternehmen zwischen 60 und 70 Prozent des globalen Saatgutmarktes.

Anja Banzhaf bei ihrer Lesung

In ihrem Buch „Saagtut – wer die Saat hat, hat das Sagen“ beschreibt sie, mit welchen Strategien Konzerne weltweit versuchen, die bäuerliche Saatguterzeugung zu kontrollieren und sogar zu unterdrücken. So geschehen in Kolumbien, als die Regierung den Verkauf von nicht staatlich zertifziertem Saatgut verboten hatte und das Saatgut der Bauern tonnenweise beschlagnahmte. Das Gesetz musste sie später zurücknehmen. Es gibt aber auch ermutigende Gegenbeispiele. Etwa in der nordgriechischen Stadt Komitini. Hier ziehen Schulkinder Tomatenpflanzen und verschenken sie während eines großen Stadtfestes. Über 50 Lehrer*innen beteiligen sich mittlerweile an dem Projekt. So eine Saatgutbörse ist also auch ein Stück Freiheit und Ernährungssouveränität.

Lokale Nahrungskreisläufe schließen

Nährstoffkreisläufe der SoLaWi Bonn

Über 50 Besucher*innen wollten auch wissen wie wir in Zukunft 10 Milliarden Menschen auf der Erde satt bekommen und sahen sich trotz des schönen Wetters den gleichnamigen Film „10 Milliarden“ von Valentin Thurn an. Bei seiner Suche nach den Zukunftvisionen von Unternehmen, Ökopionieren und Wissenschaftlern landete er schließlich auf dem Messdorfer Feld, bei der SoLaWi-Bonn. Auch hier versuchen Menschen, wieder mehr Verantwortung zu übernehmen und zwar nicht nur für ihr Essen sondern auch für die Landwirte, die es erzeugen. Ein Stockwerk höher erklärte Roberto Tinoco Ordóñez von der Bodengruppe der SoLaWi Bonn ein Projekt für das sein Herz besonders schlägt: Es geht darum die Nährstoffkreisläufe wieder zu schließen, vom Feld in den Komposteimer und zurück und das natürlich mit dem Lastenradanhänger Bolle Bonn.

Die Ermekeilinitiatiatve: Nur wenig Raum in Sicht

Besucher im Sonnenschein

Mit dem Fest verabschiedete sich die Ermekeiliniative von ihren Räumlichkeiten, die sie leider nur wenige Jahre nutzen konnte. Dort wo Apfelsorten dufteten und Saatgutschätze getauscht wurden wird in Kürze das Bundesamt für Migration einziehen. Die Initiative wird sich nun auf die Baracke zurückziehen und hofft auf eine zweite Chance in einem Gebäude, das stillgelegt werden soll. Bis dahin gibt es vorerst keine rauschenden Saatgutfeste mehr auf dem Gelände. Die kleine Rheinländern und die schwarze Poppelsdorfer Sojabohne immerhin waren am Ende so gut wie ausverkauft.

Umzug der Zwischennutzung in Haus 2

Leider hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) unsere Zwischennutzung der Räume in Haus 2 und der umliegenden Parkflächen zum Ende dieses Monats gekündigt. Dies bedeutet leider, dass wir in Zukunft unser Gartenprojekt und andere Aktivitäten wie das Repair Café oder das Cohousing-Kochen nicht in der gleichen Form weiter führen können. Fürs Erste haben wir die Erlaubnis, Aktivitäten in das Haus 8 (bisher vor allem Werkstatt und Palettenlager) und auf die kleine Wiese davor zu verlagern. Wesentliche Renovierungsarbeiten in und um Haus 8 sowie Umzugsaktionen von Haus 2 in Haus 8 haben bereits stattgefunden. Das Ziel ist, Haus 8 so umzugestalten, dass Cohousing-Kochen und Repair Café dort stattfinden können.

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Der Kinodokumentarfilm „Wenn ein Garten wächst“ erzählt von dem heiteren Abenteuer einer Gruppe Nachbarn in Kassel, die ohne besondere Vorkenntnisse, aber mit viel Mut und Motivation erfolgreich eine fade, städtische Rasenfläche in eine öffentliche Gartenoase mitten in der Stadt verwandelt.

Keiner der Nachbarn ist ausgebildeter Gärtner, aber sie probieren aus, stellen Fragen, machen Fehler, lernen daraus und erschließen sich durch ihren Gemeinschaftsgarten eine neue Welt, die auch gedanklich neue Horizonte bietet. Der Gemeinschaftsgarten auf dem Kasseler Huttenplatz wird für sie und für den Stadtteil ein voller Erfolg! Doch trifft das gemüsewachsende Treiben nicht auf behördliche Zustimmung. Die Erhaltung des Gartens wird zum Kraftakt.

Direkt im Anschluss an den Film Diskussion mit der Regisseurin, Ines Reinisch, Anna Wissmann, Ermeikeilgarten und Gesa Maschkowski, Bonn-im-Wandel

Ab 15:15 Treffen Netzwerk Essbare Stadt/Urbanes Gärtnern im Theater im Ballsaal, gleich neben dem Kino

78:20min, Regie und Produktion: Ines Reinisch

http://www.wenneingartenwaechst.de

 

So war der 1. Bonner Urban Gardening-Tag

Gesa Maschkowski hat uns diesen schönen Bericht geschenkt (zuerst veröffentlicht bei Bonn im Wandel):

1. Urban Gardening-Tag bringt GärtnerInnen und Stadt zusammen

Mit Kuchen, Dipps und Gartensteckbriefen haben sie sich auf den Weg gemacht, die Gemeinschaftsgärtner, Kleingärtner, Selbsterntegärtner oder auch Mitglieder der solidarischen Landwirtschaft – am 14.11. zum 1. Bonner Urban Gardening Tag im Ermekeilkarree. Damit es bald noch mehr Gärten gibt, wird das Amt für Stadtgrün demnächst Flächen für das Urbane Gärtnern zur Verfügung stellen.

Es ist schön, so viele Gleichgesinnte zu treffen, stellte eine Teilnehmerin fest, nach dem sich alle Initiativen vorgestellt hatten. Mit Fotos und drei Fragen konnte sich jede Initiative präsentieren: Was war Eure Gründungsidee? Was beschäftigt Euch aktuell? Was wünscht Ihr Euch vom heutigen Tag? Die Moderation übernahm Anna Wissmann vom Ermekeilgarten. Schnell war der Bonner Stadtplan mit roten und grünen Punkten gefüllt. Rot für die zehn Gemeinschaftsgärten, die sich eingefunden hatten, Grün für die 20 Kleingartenanlagen in Bonn.

   SoLaWi-Bonn stellt sich vor Foto: Ges Maschkowski

Die Kleingärten haben die längste Geschichte in Bonn, die Gründung des Stadtverbandes geht zurück auf das Jahr 1927. Heute sind die über 900 Gärtner*innen im Stadtverband der Bonner Gartenfreunde organisiert. Aber auch die Gemeinschaftsgärten wachsen kontinuierlich. Von Mehlem bis Messdorf gibt es mittlerweile gut 20 davon, mit 5 bis über 100 Gärtnerinnen. Einer der ersten war der internationale Garten. Auch ein Firmengarten ist dabei: „Himmel und Ääd“ im Deutschen Luft und Raumfahrtzentrum DLR Bonn-Oberkassel. Wer keinen Garten hat kann sich in Bonn bei „Meine Ernte“ eine Gartenparzelle mieten. Das tun auch mittlerweile gut 200 Bonnerinnen und Bonner.

Und über 250 Menschen beteiligen und finanzieren mittlerweile das Projekt Solidarische Landwirtschaft kurz SoLaWi-Bonn und verteilen jede Woche ihre Ernte quer in Bonn, die auf zwei Bio-Höfen extra für sie angebaut wird. Eines der SoLaWi- Depots befindet sich in Haus 8 der Ermekeilkaserne, genau in dem Raum in dem diesmal über hundert Menschen den 1. Bonner Urban Gardening Tag feierten. Die große Resonanz freute die Veranstalter: Ursula Neuman als Vorsitzende der Ermekeilinitiative e.V. und Rüdiger Wagner als Bonner Umweltdezernent begrüßten die vielen Gäste.

Über die Freuden und Turbulenzen des Gemeinschaftsgärtnern

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Zum Auftakt des Urban-Gardening Tages gab Hilary Solli, Wissenschaftlerin und Gründerin eines interkulturellen Gartens in Bozen einen Überblick zur Historie und die Praxis des Gemeinschaftsgärtnerns. Praxistipp aus Bozen: Ein kulinarisches Kompostfest sorgt dafür dass dieser Grund-legende Aspekt des Gärtnerns angemessene Beachtung und genügend Unterstützer findet. Anschließend, beim Infomarkt gab es Gelegenheit zum Gespräch und Austausch mit den zahlreichen Vertreter*innen der verschiedenen Projekte. Man konnte einen ersten Blick auf die neuen Flächen der Stadt werfen und sich nach den Rahmenbedingungen für die Übernahme eines Geländes erkundigen. Nach und nach füllte sich auch die Pinnwand mit Gesuchen und Angeboten. Das Mitbringbuffet war reich gedeckt mit Köstlichkeiten aus der ganzen Stadt, das Bonner Saxophonensemble verbreitete einen warmen jazzigen Sound. Auch die Kinder gingen nicht leer aus: Für sie hatte die Stadt einen Stand mit Umweltbildungsangeboten vom Haus der Natur aufgebaut. Ganz ungetrübt war die Freude jedoch nicht: Das Gelände des Kleingartenvereins Bonn-Süd in Kessenich ist bedroht durch ein Bauvorhaben des Aldi-Konzerns, obwohl das Gebiet Teil des Integrierten Freiraumsystems der Stadt Bonn ist.

Neue Projektideen und Termine

„Was braucht es damit Urban Gardening in Bonn so richtig wächst und gedeiht?“ Zu dieser Frage gab es abschließend einen Open Space, moderiert von Gesa Maschkowski, Bonn-im-Wandel. Drei Arbeitsgruppen fanden sich zusammen: Wie können wir bekannter werden? Wie können wir gemeinsam Bildungsangebote gestalten? Und was können wir zur Erhaltung der Saatgutvielfalt tun? Das waren die Fragen, die die Gärtnerinnen gemeinsam diskutierten. Die vielfältigen Ideen werden jetzt bei den „Netzwerktreffen Essbare Stadt“ weitergesponnen.  Auch die Studenten Fachhochschule Rhein-Sieg konnten am Ende des Tages zufrieden nach Haus gehen: Sie arbeiten in einem Forschungsprojekt über die Nachhaltigkeit von Urban Gardening und konnten an diesem Tag viele auskunftsbereite Gärtnerinnen befragen.

So geht’s weiter:

  • Bonn-im-Wandel bietet monatliche Netzwerktreffen „Essbare Stadt“ an. Sie finden in der Regel jeden ersten Sonntag im Monat statt. Außerdem sind alle Initiativen eingeladen, auf der Bonn-im-Wandel Website den Veranstaltungskalender zu nutzen. Die Gartenkarte wird demnächst ausgebaut und aktualisiert.
  • Das Amt für Stadtgrün baut mit den Erfahrungen der Veranstaltung am 14.11. nun auf der städtischen Homepage eine Infoseite auf, die neben allgemeinen Informationen zum Urban Gardening in Bonn, allen interessierten Bürgern die wichtigsten Infos zur Verfügung stellt.
  • Am 27.02.2015 findet beim Bonner Saatgutfestival das Thema Saatgut seine Fortsetzung. An diesem Tag organisieren zahlreiche Bonner Gruppen Vorträge, Workshops, Filmen und einen regen Tausch- und Verkaufsmarkt mit Saatgut von wertvollen alten Gemüse- und Obstsorten.

Fazit: Gute Aktion, viele Menschen und eine schöne Atmosphäre zusammen mit der Stadt. Die Ermekeilinitiative bekam Bestnoten für ihre tolle Organisation.

Fotos und Text: Gesa Maschkowski

Link

Im Sommer waren Reina Garcia aus Cuba und Birgitta Goldschmidt aus Koblenz bei uns zu Gast, von Reinas Tour durch Deutschland, und dem Auftritt der beiden bei uns gibt es jetzt einen schönen Film (ab 53:20 hier bei uns):

Das 2. Törchen des kulturellen Adventskalenders “UNERWARTET erwartet” mit Musik von TONTRÄGER

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Auch in diesem Jahr öffnete sich das Tor zum Ermekeilgarten wieder am 02.12. im Rahmen des kulturellen Adventskalenders “Unerwartet erwartet” für die Öffentlichkeit. Glücklicherweise hatte es sich die Tage vorher abgeregnet, so dass an diesem Abend alle trocken blieben und in gemütlicher Atmosphäre die Musik von der Band TONTRÄGER genießen konnten. Dazu gab es natürlich wieder leckeren selbstgemachten Glühwein und alkoholfreien Apfelpunsch. Eine besondere Spezialität waren die Kekse, welche wenige Tage vorher mit Kindern aus Syrien, dem Irak und Serbien gebacken wurden, die mit ihren Familien in der Zwischenunterkunft direkt nebenan auf der anderen Hälfte des Ermekeilgeländes wohnen.

Wir bedanken uns für einen stimmungsvollen Abend bei der Band, den zahlreich erschienenen Bonner_innen und internationalen Gästen, den ehrenamtlichen Helfer_innen, sowie bei dem Katholischen Bildungswerk und dem DRK für die Kooperation. Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Jahr:-)

Samstag, 14.11.: Erster Bonner Urban Gardening Tag!

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Tolle Nachrichten für Urban Gardening-Freunde in Bonn: Es tut sich was und zwar nicht nur in den Kisten und Beeten: Die Stadtverwaltung wird Flächen fürs Urban Gardening zur Verfügung stellen. Eine tolle Gelegenheit, mal zu gucken, wer denn schon alles aktiv ist und herauszufinden, wie wir am besten miteinander und mit der Stadt zusammenarbeiten können. Der 14.11. ist Euer Termin, wenn Ihr
 
  • Einen spannenden Vortrag von Hilary Solly zu Urban Gardening hören wollt, sie ist Gründerin eines interkulturellen Gartens in Bozen
  • Wissen wollt, was die Stadt plant
  • Eure eigene Initiative vorstellen wollt
  • Erfahren wollt, was es mit dem Netzwerk Essbare Stadt auf sich hat und gute Ideen dafür habt
  • Lust habt, ein tolles Mitbringbuffet mitzugestalten und aufzuessen
  • Spaß daran habt, aus dem Treffen eine schöne Gemeinschaftsveranstaltung zu machen
Bitte meldet euch hier, wenn Ihr Eure Initiative vorstellen wollt. Wir brauchen auch noch viele helfende Hände bei der Vorbereitung: bitte tragt euch in die Helferliste ein, wenn ihr Fingerfood spenden oder bei der Betreuung der Gäste helfen wollt.
 
Das Programm im Detail:
11:00 Uhr Begrüßung durch Herrn Wagner (Bonner Umweltdezernent) und Ursula Neumann (Vorsitzende der Ermekeilinitiative)
Vortrag von Hilary Solly aus Bozen, Initiatorin des ersten interkulturellen Gemeinschaftsgartens in Südtirol:
URBAN GARDENING – gelebte interkulturelle Gemeinschaft: Pioniergartenbau als Integrationsprozess und Öko-Aktivismus. Ein Bespiel aus Bozen, Italien.
ca. 12:15 Vorstellung der Bonner Gartenitiativen
13:00 – 15:00 Infomarkt mit Ständen der Bonner Gartenitiativen, der Stadt Bonn und der Initiative Eßbare Stadt. Die Stadt informiert über die potenziell abzugebenden Flächen, deren Lage, Eigenschaften und Nutzungsbedingungen.
15:00 Beginn des Grünen Raumes (Open Space) zum Thema: Was braucht es, damit das Urban Gardening in Bonn gut wächst und gedeiht?, moderiert von Gesa Maschkowski (Bonn im Wandel).
17:00 Gemeinsamer Abschluß
Sophie, Tessa_Rundschau

Weltberühmt in Bonn

Der Garten steht in voller Pracht, in der Kaserne ist (vor allem für ein Gelände, das eigentlich leersteht!) immer viel Leben und das fällt anscheinend nicht nur uns auf: nachdem sich im Juni die Schnüss die Kaserne und ihr Potenzial ausführlich vorgenommen hatte, war vor zwei Wochen der Generalanzeiger im Garten zu Besuch und hat gleich ganzseitig berichtet (am 17. Juli), eine Woche später dann die Rundschau. Man könnte glatt eitel werden…

Eindrücke vom Frühlingsfest 2015

Ermekeilskaserne Frühlingsfest Ermekeilskaserne Frühlingsfest Ermekeilskaserne Frühlingsfest Ermekeilskaserne Frühlingsfest  Ermekeilskaserne Frühlingsfest Ermekeilskaserne Frühlingsfest Ermekeilskaserne Frühlingsfest Ermekeilskaserne Frühlingsfest   Ermekeilskaserne Frühlingsfest Ermekeilskaserne Frühlingsfest [Fotos: Jennifer Zumbusch]

„Ich wusste nicht genau, wo die Ermekeilkaserne zu finden ist, aber ich musste eigentlich nur den Menschen- und Fahrradmassen folgen…“ so äußerte sich eine Besucherin des Frühlingfestes der ehemaligen Ermekeilkaserne in der Bonner Südstadt am Samstag, 9. Mai. Wahrscheinlich über 1000 Besucher bevölkerten im Laufe des gesamten Tages bei mehrheitlich Sonnenschein das Gelände.

„Vielfalt“ wurde beim Frühlingsfest mehrfach großgeschrieben. Denn vielfältig war das Angebot und vielfältig waren auch die Besucher, die aus der ganzen Stadt und von verschiedenen sozialen Gruppen kamen – z.B. die Nachbarn aus der Südstadt, Jung und Alt, geflüchtete Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie viele internationale Gäste.

  • Zu SEHEN waren die über 100 selbstgebauten Pflanzkisten und Gewächshäuser des Urban Gardening Projektes „Ermekeilgarten“.
  • Zu RIECHEN und SCHMECKEN gab es ein kreatives Buffet von selbstgebackenem Kuchen. Nepalesische Momos und Chai-Tee wurden verkauft zugunsten der Erdbebenopfer in Nepal. Bei der Gemüse-Schnibbeldisko konnte sich jeder das Gemüse für sein Gericht selber zurechtschneiden, welches dann im Wok frisch zubereitet wurde.
  • MITMACHEN konnte man bei einer Vielzahl von Workshops: für die Bewegungsinteressierten gab es Akrobatik, Bogenschießen, Yoga und Lindy-Hop-Tanzen. Ebenfalls lernen konnte man, wie umweltschonende Wasch- und Putzmittel selber hergestellt werden oder wie man ein Spinnrad bedient. Die Initiative „Bonn im Wandel“ organisierte einen inhaltlichen Workshop zum Thema „Essbare Stadt Bonn“. Die Gruppe „Selbständig Leben“ bot ein Gedicht sowie eine Mitmachaktion zum Thema Inklusion. Auch für Kinder gab es über Slackline bis zum Kinderschminken eine Vielzahl an Mitmach-Angeboten.
  • INFORMIEREN konnte man sich an Infoständen über die Ermekeilinitiative sowie zu ihren vielfältigen Projekten, auch Kooperationspartner der Ermekeilinitiative wie SlowFood, informierten über ihre Aktivitäten. Erwerben konnte man am Stand der Gartengruppe viele Setzlinge zum Bepflanzen des eigenen Balkons und Gartens.
  • Und last but not least zu HÖREN gab es eine exquisite Mischung von lokalen und überregionalen Bands: als akustische Gruppe machten die „Les Bonnes Questions“ den Auftakt und begrüßten die BesucherInnen mit mehrstimmigen Folkslieder aus der Balkanregion. Als lokale Helden begeisterten Marion und Sobo als „Kleinantiquariat“ und die tanzverliebten „Blümchenknicker“. Den furiosen und ekstatischen Schluss boten „Turbo Sapienowa“ mit polkareichen Beats aus Gießen.

Alles in allem war es ein großes Fest mit wunderbarer Atmosphäre – die Freude sah man den Teilnehmenden im Gesicht an. Auch der beginnende OB-Wahlkampf warf seine Schatten aufs Gelände – so wurde das Fest auch von den Kandidaten von den Grünen, der SPD und der CDU besucht, welche sich über die Aktivitäten der Initiative informierten:
Die Ermeikeilinitiative e.V. wurde 2005 gegründet, um sich für ein alternatives Nutzungskonzept des 25.000 m² umfassenden Areals der ehemaligen Bundeswehrkaserne einzusetzen. So soll im Herzen der Südstadt ein lebendiger Ort der Vielfalt entstehen, ein barrierefreies und sozial-integratives Quartier mit kulturellem Angebot und ökologisch-nachhaltiger Nutzung. Das geplante Ermekeilkarree soll Wohn- und Lebensraum für alle Bevölkerungs- und Einkommensschichten sein.

-Link zu einem Artikel im Generalanzeiger-

Habemus Kompost!

Kompost

 

Ja, das ist ein großer Laster! Wir haben ja auch viele Kisten, die auf Kompost warten. So um die 20 Tonnen liegen jetzt im Garten, und damit machen wir folgendes: Erde teilweise aus der Kiste schaufeln, so daß oben ca. 30cm frei sind. Erde 1 zu 1 mit Kompost mischen, wieder einfüllen – ruhig fast randvoll, das ganze sinkt noch etwas zusammen – und dann rundherum am Rand entlang kräftig nach unten festdrücken, damit wird die Füllung nach außen abgedichtet und das Gießwasser sickert ein, statt nach außen abzulaufen. Und dann: pflanzen, säen, gärtnern!

SIMON WAHL – Die Ein-Mann-Band zu Gast auf dem Ermekeilgelände

Das Konzert von SIMON WAHL im ehemaligen Offizierscasino im Haus 6 war eine weitere besondere Veranstaltung auf dem Ermekeilgelände in diesem Jahr. SIMON WAHL entwickelte mittels filigraner “Finger-Style-Techniken” seinen ganz eigenen Stil. Der junge Ausnahmemusiker aus Oberkassel (z.Z. Studium in Linz/Österreich) ließ die Gäste staunen, was ein Musiker aus einem einzigen Instrument hervorbringen kann. Der Begriff “Ein-Mann-Band” ist von daher besonders treffend. Aber nicht nur virtuose Rhythmen wurden präsentiert. Mit seinen gefühlvollen Melodien lud er die über 40 BesucherInnen immer wieder zum Träumen ein. Nicht umsonst wird er oft als „Meister der Melodien“ bezeichnet.

-Klick hier für Beispielvideo-

Die AG-Zwischennutzung bedankt sich herzlich bei dem begabten Künstler und bei dem aufmerksamen Publikum!

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Der Kulturelle Adventskalender “Unerwartet-Erwartet” im Ermekeilgarten

2. Adventstürchen am 2. Dezember in und vor dem Haus 2. der Ermekeilkaserne: an Stimmung und Atmosphäre konnte dieser Abend nur schwer übertroffen werden. So fanden sich insgesamt knappe hundert Menschen vor dem mit Windlichtern und Lichtleisten geschmückten Tor des urbanen Ermekeilgartens um erst durch das „1. Türchen“ in den Garten aufs Gelände zu kommen. Als „2. Türchen“ öffnete sich dann als große Überraschung im ersten Stock ein großes, blau angestrahltes Flügelfenster und gab den Blick frei auf die „Les bonnes questions“ – eine zur Mehrzahl weiblich besetzte instrumentelle Band mit Querflöte, Bass, Geige, Ukulele, Akkordeon, Percussion und Gesang, die u.a. Klezmer und mazedonischen Folk spielte. Zur besseren Akustik kam die Band nach ihrem ersten Auftakt am Fenster in den Garten. Die Lieder wurden mit viel Freude von einer Gebärdendolmetscherin übersetzt, die Kälte mit nach Familienrezept gebrautem Glühwein und alkoholfreiem Glühpunsch unter den großen Sonnenschirmen im Garten vertrieben. Viele Nachbarn aus der Südstadt wurden durch die Klänge angelockt und so nahm die Menge an Besuchern vor dem künstlerisch angestrahlten, denkmalgeschützten Haus 2 stetig zu. Alle Beteiligten sind hoch zufrieden mit dem wunderschönen Abend, der Veranstalter der Kunstaktion interaktiver Adventskalender „Erwartet-Unerwartet“ – das Katholische Bildungswerk, die Gäste, die Band, die Nachbarn – und last but not least das Organisationsteam der Ermekeilinitiative e.V., was sich über soviel Zuspruch der Veranstaltung natürlich besonders freut. Treibende Kraft, Ideengeberin und Organisatorin des Projektes “Erwartet-Unerwartet” ist Annette Ziegert, von “Kunstvermittelnheute”.

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1. Konzert im Ermekeilgarten

Zahlreiche Live-Musik Fans haben sich zum ersten Mal, seit der Zwischennutzung durch die Ermekeilinitiative, am Sonntag, den 31.09.2014 für ein Konzert auf dem Ermekeilgelände eingefunden. Die Künstler Raphael und Shakya verzauberten die Zuhörer_innen mit einer ausgewogenen Mischung aus melodischen improvisierten Klängen und arrangierten Eigenkompositionen.

Aufgrund des andauernden Regens wurde das Konzert in die Räume des angrenzenden Haus 2 verlegt, welches den Charakter eines kleinen Kammermusiksaals entwickelte.

Weitere Konzerte mit unterschiedlichen Künstler_innen werden über den Herbst und Winter folgen:-)

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Fotos: Daniel Neumann
(Rechte siehe: Creative Commons http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ )

 

Was in aller Welt ist ein Köksje?

Unser Bohnenprojekt kommt in die Gänge! Hier die neue Wirkungsstätte von “Ahrweiler Köksje”, Passagier der SlowFood-Arche, “Forellenbohne“, “Napoleon”  und “Lengsdorfer Speck”  (aus dem Bonner Nutzpflanzengarten), und “Borlotti de Lamon“, eine alte italienische Lokalsorte. Die “Poppelsdorfer Schwarze”, eine Sojabohnenzüchtung des Instituts in Poppelsdorf, ist auch bereits eingezogen, die “Möschebonne” und die “Lannesdorfer” warten Fotonoch, daß eine Kiste frei wird. Jetzt sind wir gespannt: welche wächst gern in Kisten? Welche mag das Ermekeil-Mikroklima, blüht am schönsten, und vor allem: welche schmeckt am
leckersten? (… und nicht zu vergessen: was in aller Welt ist ein Köksje?)